Nun wird es Zeit für einen kleinen Rückblick auf meine Ausbildungszeit. Grundsätzlich muss man natürlich sagen, dass man mit bestehen der Prüfung noch lange nicht „ausgelernt“ hat. Erst jetzt kommen die wirklich spannenden Abschnitte der Fliegerei auf einen zu, in denen man nach wie vor viel neues lernt. Und das alles ganz die Obhut eines abgebrühten Fluglehrers – egal ob in der Luft oder am Boden. Vorbei sind die Zeiten, wo einem im Endteil beim Abfangen des Fliegers das Steuer nahezu „gewaltsam“ entrissen wird, der Nebensitzer ständig heimlich die Seitenruder bedient, oder durchs Funkgerät brüllt: „Klappen rein!“. Vorbei sind die Zeiten, wo es heißt „schau da unten rechts ist der Flugplatz!“ – und man dabei souverän mit dem Kopf nickt, als hätte man ihn ohnehin längst gesehen. Das muss nun alles ohne Hilfe klappen.

Meine Ausbildung bei der Motorflugschule des BWLV in Kirchheim/Teck (link) habe ich als sehr schöne Zeit mit vielen netten Leuten und gepflegten Flugzeugen in Erinnerung. Ich habe sowohl den 14-Tägigen Theorie-Kurs im Sommer 2016, als auch die gesamte praktische Ausbildung dort absolviert. Einzig für die Sprechfunkprüfung habe ich mich bei der Online-Flugschule www.fluglehrerteam.de vorbereitet, was ich jederzeit wieder tun würde und guten Gewissens weiterempfehlen kann. Ein Review meiner BZF I Sprechfunkprüfung habe ich damals auch hier verfasst.

Am 30.05.2016 hatte ich meine erste Flugstunde und saß gleichzeitig das erste Mal im Leben in einer Cessna 152. Von da an versuchte ich mindestens ein mal die Woche einen weiteren Termin wahrzunehmen. Den ersten Solo Flug absolvierte ich am 11.07.2016 mit stolzen neun Platzrunden. Im Monat darauf nahm ich dann am bereits genannten Theroie-Kurs in der Flugschule teil. Das Mischen von Theorie und Praxis würde ich heute wieder genau so tun. Man hat den Vorteil im Unterricht oft einen praktischen Bezug zu haben und kann den Themen deutlich besser folgen. Ohnehin ist in der Anfangszeit der Flugausbildung mehr „Gefühl“ als reine „Wissenschaft“ gefragt. Deshalb werden in den ersten Flugstunden fehlende Theoriekenntnisse noch nicht zum Problem. Was Fluglehrer betrifft, so hatte ich die Gelegenheit gleich mehrere kennen zu lernen. Rückblickend hat mich das sicherlich weitergebracht. Jeder Fluglehrer hat so seine Kniffe und Tricks, die man sich abschauen kann und zuvor ggf. nie gehört hat. Den größten Teil der Ausbildung habe ich in einer Cessna 152 verbracht. Es waren aber auch die Aquila A211, sowie eine Cessna 172 mit von der Partie. im April 2017 fand dann meine letzte Flugstunde statt.

Hier noch die wichtigsten Eckdaten meiner Ausbildung:

  • Anzahl Flugstunden: 55h
  • Davon 10h Solo
  • Davon 5h Überland
  • Anzahl Landungen: 316
  • Medical Class 2 im Juni/2016
  • 14-Tägiger Theorie-Kurs im August 2016
  • Theorieprüfung in den Fächern Grundlagen des Fliegens/Menschliches Leistungsvermögen/Luftfahrzeugkunde/Luftrecht/Betriebliche Verfahren im Oktober 2016 (RP Stuttgart)
  • Theorieprüfung in den Fächern Flugleistung und Flugplanung/Meteorologie/Navigation im November 2016 (RP Stuttgart)
  • BZF 1 Sprechfunkzeugnis und ICAO Level 4 Englischprüfung im März 2017 (Bundesnetzagentur Reutlingen)
  • Solo Dreiecksflug über 150NM im März 2017
  • Praktische Prüfung im April 2017
  • Kassensturz: Rund 14.000€